iPads für alle Schüler in LA

Dieses Jahr hat noch 5 Monate und in denen werden an den Schulen in Los Angeles 31.000 iPads verteilt. Bis Ende 2014 soll diese Zahl auf 640.000 gestiegen sein. Das heißt jeder Schüler in LA  bekommt ein eigenes iPad.

Als ich die Mitteilung gelesen habe, musste ich kurz schlucken, an mich halten und mich fragen wie ich das ganze finde. Kurze Antwort: Ich finde es super. Der Gedanke Tablet-PCs an Schulen zu bringen ist absolut nachvollziehbar und auch sinnvoll.

Aufmerksame Leser meines Blogs wissen ja, dass ich mit 3 Freunden selber momentan an einer Lösung (mySchool) arbeite die genau in die selbe Richtung geht. Unsere basiert auf dem Windows Ökosystem und hat Vorteile von denen Apple nur träumen kann. Unser Konzept hat uns ja immerhin den 1ten Platz in der Kategorie Innovation und einen Platz beim AppCampus in Finnland gebracht und was noch viel wichtiger ist ich bin absolut davon überzeugt. Selbst eine Schule die schon eine Zusage gemacht hat eine 7te Schulklasse als Pilotprojekt mit unserem System auszustatten haben wir. Aber ich schweife ab.

iPads in der Schule kann das funktionieren?

Ich habe ja selber auch schon lange eins und denke das die Antwort ganz klar JA ist. Auch wenn das iPad keine Stifteingabe Möglichkeit besitzt so gibt es doch eine Vielzahl an Apps die genutzt werden können. Überhaupt scheint Apple den Wert des Tablets in der Lehre erkannt zu haben. Vielleicht erinnern sich ja noch einige von euch an die eBook Initiative die 2012 gestartet wurde mit dem Ziel mehr Schulbücher in digitaler (und wenn möglich auch noch interaktiver) Form zu bekommen. In Deutschland ist es ein wenig schwer zu sagen wie das ganze in den USA anläuft. Aber ich bin mir sicher das die Buchverlage das Projekt in LA verfolgen und (ACHTUNG Wortwitz) wenn es dann auch noch Schule macht und in anderen US-Staaten bzw. -Stätten auch eingeführt wird schneller auf den Zug aufspringen werden als wir „Buchdruck“ sagen können.

Zumindest ist das meine Einschätzung aus unsere mySchool Betrachtung. Wir haben hier ein wenig das Henne-Ei Problem. Verlage werden erst Bücher digital anbieten wenn Schüler auch die entsprechenden Geräte haben bzw. im Umkehrschluss für Schulen wird so ein System erst interessant wenn es auch die entsprechenden Lehrinhalte Digital gibt. Ich denke das der Weg wie er in LA eingeschlagen wird der richtige ist, den so wird in LA jetzt eine entsprechende Nachfrage geschaffen welche von den Verlagen bedient werden kann.

Hört irgendwer die Alarmglocken?

Mittlerweile kann ich sagen: Ich weiß wirklich nicht wie Microsoft funktioniert. Ich habe zwar eine Menge Einblicke und, sowohl als Microsoft MVP und StudentPartner, eine menge Insider Informationen, aber ich weiß nicht ob und vor allem bei wem innerhalb von Microsoft wenn er das ganze betrachtet sämtliche Alarmglocken und -lampen angehen.

Das ganze wird dem Fundament von Microsoft nachhaltig schaden. Dieses Fundament ist Windows und Office. Den auf allen iPads wird von Apple kostenlos iWord (Pages, Keynote und Numbers) sowie auch iLife (iMovie, iPhoto und Garagenband) vorinstalliert sein. Als ich noch im Gymnasium war wurde bei uns mit OpenOffice gearbeitet. Das war damals so grottenschlecht das ich einfach mal behaupte, dass niemand in seinem späteren Leben das ganze wieder angemacht hat, sondern einfach nur noch Microsoft Office benutzt hat.

Das wird für iWorks nicht gelten, warum sollte ein Schüler der später studiert, dass System wechseln mit dem er seit mehreren Jahren arbeitet? Und wenn sich diese Schüler einen Laptop kaufen warum sollten sie einen besorgen der nicht in dem Ökosystem läuft welches sie und alle ihre Freunde täglich benutzen? Das gilt natürlich auf für die Microsoft Cloud Dienste.

Ein genialer Schachzug von Apple, da es jetzt ein Projekt in signifikanter Größe an den Start gebracht hat, der eindeutig Modell Charakter hat und gleichzeitig auch potentielle Kunden der Zukunft an sich bindet.

Sobald ich etwas sehe das als Reaktion bzw. Gegenzug von Microsoft gewertet werden kann werde ich es euch hier wissen lassen. Aber im Moment wo ich noch nicht mal 50 Surface Pro Geräte von Microsoft für das 7te Klasse Pilotprojekt bekomme, sehe ich ja da eher schwarz. Aber mir soll keiner Sagen ich hätte nichts gesagt. Zum Schluss noch eine schöne Definition von Zukunft aus den USA.

Zukunft= Die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.

Quelle: TheVerge

Eine Antwort zu “iPads für alle Schüler in LA

  1. Wobei man dazu sagen muss, dass Microsoft selbst auch versucht Surface RT günstig bei Schülern an den Mann zu bringen, dasselbe gilt für Office. Aber ich kann nicht richtig nachvollziehen warum Schüler ein Tablet, das kosumorientiert also für Surfen etc. optimiert ist, bekommen, um damit produktiv zu arbeiten, also den ganzen Schülerkram mit Texten, Präsentationen usw.
    Bei mir wurde früher auch mit OpenOffice gearbeitet und ich habe dieselbe Erfahrung gemacht. Nur dass zur Konfirmation dann immer ein MacBook Pro geschenkt wurde weil alle andere das ja auch haben und Apple ja sowieso das beste ist und es das iPhone ja auch schon letztes Weihnachten gab.
    Ich weiß nicht wie das in den USA laufen wird, wenn die Eltern plötzlich merken, dass sie sich das gewünschte Notebook vom Hersteller ihrer Kinder iPad nicht leisten können. Und auch wenn Apple populärer wird, sieht man im Bewerbungsschreiben lieber, dass man gut mit Powerpoint umgehen kann als mit „Keynote for iPad“.
    Ganz ehrlich: Surface RTs hätten den Schülern in LA mehr gebracht. Auf denen kann man wenigstens vernünftig die Seminararbeit tippen, sind günstiger und haben Office. Das sollte in den Augen dessen, der das ganze in LA entschieden hat, eigentlich wichtiger sein als ein Notification Center oder Candy Crush im App-Store.

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