Papierloser Zettel – Boogie Board Test

Ich versuche an jeder Stelle an der es nur geht Papier einzusparen. Aber eine Bastion des Papiers hat sich bis jetzt sehr hartnäckig gehalten. Es geht um den Zettel neben dem Telefon. Wenn man telefoniert oder jemand aus dem Nachbarbüro einem was zuruft, nimmt man in der Regel das erst beste was man hat um sich Notizen zu machen. Obwohl mein Tablet-PC (ThinkPad x220t) mit Monitorerweiterung direkt neben dem Telefon steht und mein Surface Pro die meiste Zeit auch noch auf dem Schreibtisch liegt, habe ich mich schon oft dabei erwischt das ich Notizen auf irgendwelche Schmierzettel mache (Post-ITs oder einen Notizblock besitze ich nicht).

Ich habe mich oft gefragt warum das so ist und glaube das der Hauptgrund darin liegt, dass Informationen die ich bei mir auf dem PC/OneNote Eintrage eine gewisse Mindestqualität erfüllen müssen und das ist bei den oben beschriebenen Informationen einfach meistens nicht der Fall. Und da ich kein Geld mehr in die Strafkasse zahlen muss, wie damals bei meinem Papierlos-Experiment, habe ich mich einfach damit abgefunden, da ich keine wirkliche praktikable Lösung gefunden habe.

Aber ich glaube, dass sich das heute geändert hat. Ich habe meinen Vater heute beim Drucker einkaufen (könnt euch gar nicht vorstellen wie mir das gestunken hat😉 ) zu Staples begleitet und bin dabei zufällig über was sehr cooles gestolpert.

BoogieBoard improv electronics

Das BoogieBoard von iMPROV electronics. Kennt ihr noch von früher diese magnetischen Bretter auf die man schreiben/zeichnen konnte und die mit einem wisch dann wieder gelöscht wurden? Im Prinzip ist das hier genau das gleiche nur digital.

Ich bin echt Happy das Teil gefunden zu haben, es handelt sich dabei um ein 8.5“ LCD-Display. Ich kann mit dem beiligenden Stylus (oder auch mit dem Fingernagel) einfach darauf schreiben und per Knopfdruck alles löschen. Wie ihr auf dem Foto sehen könnt ist der Bildschirm grundsätzlich Schwarz und das geschriebene ist „weiß“. Im Prinzip wie ein Kindle nur invertiert. Die Investierung hat einen entscheidenden Vorteil das eigentliche Schreiben benötigt keinen Strom. Kurz erklärt: Das BoogieBoard hat einen LCD (Liquid Cristal Display) Display und vereinfacht gesagt schiebt ihr sobald ihr mit dem Stift darauf schreibt die Kristalle zur Seite so das ihr das geschriebene sehen könnt, dabei gilt wie auch bei Stift und Papier: Um so kräftiger Ihr drückt um so mehr verschiebt ihr die Kristalle (desto dicker wird die Linie). Die Verbaute Batterie soll laut Hersteller für 50.000 Löschungen reichen. Also spart ihr theoretisch  50.000 Seiten Papier, dass entspricht einer Palette Papier im Wert von ~260€. Das Gerät selber ist ziemlich dünn und leicht, so dass man es auch bequem zB an einen Wand hängen könnte als Notizblock.

Ich gebe zu der Vergleich hinkt ein wenig, aber für mich und die oben beschriebene Lösung ist dieses Gerät ideal: Auf der Herstellerseite gibt es auch Varianten bei denen Ihr das geschriebene speichern könnt und auf den PC via Bluetooth übertragen könnt. Ich persönlich halte davon wenig, da ich denke, dass in so einem Fall ein echtes Tablet eine bessere Wahl wäre. Das Gerät hat 30€ gekostet und die sind mir der Spaß auf jeden Fall wert. Hier noch der Link zum Hersteller.

Was sagt ihr? Ist das auch für euch interessant, oder wie löst ihr das Notizzettel Dilemma?

Update: Hier noch der Link zu dem Angebot bei Amazon (35€)

11 Antworten zu “Papierloser Zettel – Boogie Board Test

  1. Hi, sicher ist das ein gutes Produkt. Allerdings ist mir das etwas zu sehr Spielzeug. Für mich muss es endlich ein SmartPhone geben das einen guten Digitzer hat und einen passenden Stift. Ich dachte ja mit dem Lumia 1520 glücklich zu werden. Alleridngs hat es sich als eine art Seniorenhandy entpuppt. Schade…. Langsam muss ich wohl doch zu Android greifen?!?

    • Ich benutze das Galaxy Note 3. Da ist der Stift mit dabei und lässt sich wunderbar für Notizen nutzen. Man kann sie auch sofort in den verschiedensten Cloud-Anwendungen speichern.

      Trotzdem find ich die Idee mit dem BoogieBoard super (kostet übrigens bei Amazon ca. 35,-€). Wenn ich bedenke, wieviel Zettel ich so täglich der Zettelbox entnehme, die kurz danach im Papierkorb verschwinden, würde sich so ein Board schon lohnen.

      Danke für den Tipp.

      • Hi Gero,

        ich schau ja leider auch schon nach Samsung und Android. Sehr zu meinem Leidwesen, denn beide mag ich in Sachen Smartphone und Tablet garnicht. Beides erscheint mir nicht genügend wertig. Die felxibilität von Android, die Wertigkeit von Apple und als Ökosystem Windows. Das wäre meine Wahl. Ein netter Stift dazu und guter Digitizer. So zwischen iPhone 4 und Lumia 1520 in der Größe. Damit es noch in die Hosentasche passt und man sich kein DinA4-Batt ans Ohr halten muss.

        Damit wäre dann auch alles gelöst: Handy, Musik, Bilder und papierlos! Das hätte man immer bei sich und OneNote könnte alles aufnehmen, was so den Tag über an Infos kommt. Ein Traum!!!
        Nur bauen wird es keiner….

      • Hallo Daniel,

        du hast absolut recht. Die Tatsache, dass Android als einziger Telefone mit Stift hat ist schon sehr verlockend.

        Ich könnte mir schon vorstellen, dass WP irgendwann auch solche Geräte bieten wird.

        Sehr intressant finde ich zB das neue Asus 8“ Tablet welches einen Wacom Digitizer hat. Aber das ist dann leider immer noch kein Telefon😦

  2. Hi Mark!
    Für mich ist das nur so ein Zwischending, nicht Fisch nicht Fleisch. Wenn ich schnelle Notizen machen muss, dann entweder übers Smartphone (da habe ich mir einfach ein OneNote-Plus-Symbol auf den Homescreen gemacht) oder gleich über OneNote am Tablet-PC. Ich habe dafür extra einen „Flick“ dafür konfiguriert, der mir ganz rasch die „Neue schnelle Notiz“ ermöglicht und somit ist auch alles gleich in OneNote abgespeichert und synchronisiert. Ich fang sogar an jetzt immer mehr Notizen, die auf Zetteln herumliegen oder jemand anderer für mich gemacht hat, einfach per Foto nach OneNote einzufügen. Einmal OneNote – immer OneNote.
    P.S.: Bei mir fängt eine Lawine an zu rollen. Bin in 10 Tagen in London bei der Bett-Show und dann noch in Barcelona beim Global Forum. Würde mich freuen, wenn wir in Zukunft echt mal was gemeinsam zu OneNote machen könnten! Hab da so ein paar Ideen, die ich gern ausprobieren möchte.

    • Hey Kurt,

      ja ich weiß was du meinst. Ich werde das Teil wie gesagt auch nur als Schmierzettel neben dem Telefon liegen haben, für Informationen mit einer kurzen Lebensdauer. Alles was bei mir nach OneNote wandert muss auch noch nach längerer Zeit Relevant sein.

      Deine Lawine hab ich schon auf deinem Blog gesehen: Das eine sehr coole Tour🙂 Freut mich das das Thema bei dir so durch dir decke geht. Ich frag mich nur warum das Thema hier in Deutschland nicht zündet :-S

      Können uns gerne an deine Ideen mal dranwagen, wenn du Zeit dafür hast.

  3. Klingt auch für mich nach ner super Lösung. Das einzige Problem welches mir auffallen würde ist die Frage: „Was passiert mit den Zetteln (Postits) die ich zu meinen Kollgen Pringe un an deren Tisch hefte?“.
    Ansonsten denke ich für mich grad drüber nach😀

  4. Während meines papierlosen Tests war ganz klar die Schnelligkeit der ausschlaggebende Punkt warum ich „mal eben“ einen Notizzettel genutzt habe. Solange ich nicht die Möglichkeit habe in dem Augenblick loszulegen wenn ich etwas aufschreiben möchte, sondern erst meinen Bildschirm entsperren muss, das Icon anklicken und warten bis das Programm geöffnet ist, werde ich weiterhin Papier nutzen für kleine Notizen und mir danach je nach Wichtigkeit überlegen, ob ich die Notiz abfotografiere. Das BoogieBoard habe ich mir auch schon angesehen und fand die Idee interessant, aber ich finde das ganze dann doch eher eine Spielerei, da Notizzettel flexibler sind. Mein Lösungsansatz wäre es, wenn ich die Notiz direkt auf dem gesperrten Bildschirm schreiben könnte und dass dann gespeichert wird (auf meinem Iphone bleibt dann aber immer noch das Problem des fehlenden Digitizers)

    • Bei meinem Tablet ist es übrigens so: klappe ich das Flipcover auf, erscheint ein Bereich, in den ich alle wichtigen Dinge (wie z.B Hausaufgaben, etc…) notieren kann. Natürlich verschwinden diese nicht, sondern sie stehen beim nächsten Mal wieder an ihrem ursprünglichen Platz.

      Das Tablet ist das Samsung Galaxy Note 10.1 2014-Edition
      Nachzulesen auch unter http://experimentdigital.de

      Ich hoffe, ich konnte helfen🙂
      Liebe Grüße Dominik

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