Lunchtalk Papierloses Büro

Auch auf die Gefahr hin als Troll wahrgenommen zu werden muss ich mir noch mal die Wirtschafts Woche vorknüpfen. Diesmal aber im positiven Sinne. Bevor es zu dem Thema Papierloses Büro geht, möchte ich kurz ausholen und was zu der Vorgeschichte sagen:

Die Wirtschafts Woche veranstaltet jeden Tag um 12:00 einen 15. minütigen Lunchtalk zu einem „wichtigen“ Thema. Das ganze sieht aus das die zwei Redakteure Franziska Bluhm und Sebastian Matthes sich einen Gast einladen und dann über Google Hangout eine kleine Gruppendiskussion führen. Bis vor kurzem hat mich das Konzept, bei dem man zwar vielleicht denken mag, klingt ja ganz nett tue ich mir aber nicht an, mich recht wenig interessiert. Als dann aber in der vergangenen Woche Malte Götz zu dem Thema #Drosselkom als Gast eingeladen wurden ist, habe ich mir zum ersten mal einen ganzen Lunchtalk angesehen.

Long story Short: Das Konzept des WiWo Lunchtalks ist super und ist ab jetzt fest in meinen Kalender eingetragen. Alleine die Tatsache das die Uhrzeit und die Länge super passen, würde eigentlich schon fast reichen um mich zu überzeigen. Dann kommt aber noch dazu, dass Zuschauer fragen und/oder Kommentare per Twitter unter #lunchtalk reinwerfen können die dann oftmals auch den Weg in die Diskussion finden, was in meinen Augen das ganze zu einem super zeitgemäßen Format machen.

Genug Lob für das Format, ab zu dem Thema des Blogs. Diese Woche (KW18) wurde ein, weiterer Talk, zu dem Thema Papierlosigkeit gehalten, welcher sich in meinen Augen sehr lohnt. Als Gast („Experte“) wurde Bernhard Zöller eingeladen zu dem man im Internet leider nicht sehr viel findet, außer das er Unternehmensberater im Bereich DMS ist. Sein Unternehmen sieht definitiv aus als ob es Hand und Fuss hat aber leider keine gibt’s keine Social Media Streams von ihm oder ähnliches.

Ich bin mir nicht ganz sicher wie Ihr jetzt am besten vorgehen solltet aber hier der Lunchtalk als Aufnahme in YouTube. Eure Möglichkeiten sind:

  • Ihr schaut euch das Video an und lest dann meinen Kommentar (empfohlen)
  • Ihr schaut euch das Video an und lest nicht den Kommentar (auch ok)
  • Ihr schaut euch das Video nicht an und lest nur meinen Kommentar (ok)
  • Ihr schaut euch das Video nicht an und lest auch nicht meinen Kommentar (warum seid ihr überhaupt hier!?)

 


Direkt am Anfang macht sich der Bernhard ein wenig bei mir unbeliebt, weil er glaubt, das dinge wie der Conrad Katalog oder die FAZ auch in Zukunft weiter auf Papier sind, aus haptischen Gründen. Ich persönlich denke, dass das eine Generationsfrage ist und spätestens die Generationen die heute geboren bzw. jung sind dieses haptische empfinden nicht teilen. Ich packe lieber mein Surface oder mein iPAd an als eine doofe unpraktische Papierzeitung.

Was auch am Anfang direkt auffällt ist das Bernhard Zöller, doch sehr die Unternehmensbrille auf hat, wahrscheinlich berufsbedingt. Denn er sagt, das viele Sachen wie Rechnungsmanagment etc. für Firmen heute schon oft komplett digital gelöst ist. Das stimmt bestimmt für große Unternehmen aber nicht für unsere KMUs.

Seiner Argumentation zu der Unterschrift kann ich leider nicht ganz folgen. Ich hab schon so oft Dokumente an meinem Tablet-PC unterschrieben, bis hin zum Kaufvertrag von einem Auto. Bis jetzt wurde jedes Dokument was ich so unterschrieben habe, wurde akzeptiert.

Lustig fand ich als er mal die Kamera durch sein Büro hat gleiten lassen, dass sein Büro wirklich extrem papierlos war. Aber ich meine besonders bei 5:10 bzw. 5:13 kann man da ein Notizbuch liegen sehen. Gerade dieses Papier, das wo wir uns unsere Notizen machen finde ich ist die schlimmste form des Papiers, aber da kann ich jetzt auch nur mutmaßen ob es bei ihm der Fall ist oder nicht.

Das Thema Sicherheit was dann angesprochen wird finde ich auch sehr spannend. Meine Meinung zu dem Thema kennt ihr ja, die meisten Cloud Service Provider haben ein deutlich besseres System als sich ein kleines Unternehmen selber leisten bzw. vorhalten kann. Schlimm finde ich wieder wie „abfällig“ er über Evernote spricht. Wieder mal fällt auf wie wenig Microsoft hier in diesem Bereich Markt Präsenz besitzt. Wer seine Unternehmensdaten sicher speichern möchte, der kann nicht Google Drive bzw. Dropbox landen. Hier liegt der riesen Vorteil von dem Microsoft Office365 und dem SkyDrive Pro. Zusammen mit OneNote kann ich hier auch unternehmenskritische Daten ablegen. Und wenn eine Firma ein eigenes Rechenzentrum betreibt, dann können sie die selben Produkte auch benutzen, einfach nur self-hosted.

Selbst wenn die Prozesse in großen Unternehmen papierlos ausgelegt sind, und auch viele der Dokumente digital vorliegen, so wird doch einiges und gerade die wertschaffenden Informationen sicher noch oft auf Papier gemacht, dieser Fakt wird nicht wirklich besprochen.

Lustig war bei 13:07 wie Bernhard Zöller auf die Frage nach dem spar Potential der Papierlosigkeit antwortet: „Ich hab keine Ahnung“ er hat zwar recht, dass die Frage nach den Einsparungen nicht die primäre Frage ist, ist es doch bestimmt eine Frage die oft interessant ist.

Tja und bei 14:40 konnte ich dann per Twitter auch noch in die Diskussion was reinbringen: Meine (These), falsch meine Erfahrung ist ja das die ganze Thematik stark mit dem Alter der Akteure zusammenhängt, sprich die meisten sind einfach zu alt. Auch wenn Bernhard Zöller mit seinen 45 Jahren sicher sehr Technikaffin ist, folge ich nicht seiner Argumentation, dass Alter keine Rolle spielt, sobald der Anwender die Vorteile eines neuen Systems sieht. Und auch sein Beispiel mit der Karte ist nur bedingt richtig, siehe mein Beispiel mit dem Katasteramt.

Gegen Ende interessant, das Franziska Bluhm nicht ihren Schreibtisch zeigen wollte, da da wohl sehr viel Papier liegt. Schade eigentlich🙂

Eine Antwort zu “Lunchtalk Papierloses Büro

  1. Bei der frage nach der Datensicherheit kam er etwas ins schwimmen.
    Das mit dem Alter sehe ich auch so. Zumindest tendenziell.
    Wenn man eine Umfrage in der 7.Klasse mit VHS-Pc-Kurs-Rentnern vergleichen wuerde, kommt dabei bestimmt heraus, dass das Alter relevant ist. Die Gewohnheit ist doch hierbei störend.
    Mark, da warst du nicht schnell genug- Du hättest fragen müssen: „ist das ein Notizblock auf dem Tisch?“😉.

    @conrad:
    Den Katalog habe ich schon ewig nicht mehr gesehen.
    Ich habe auch schon ewig keine Telefonbücher, Otto-Kataloge oder Kleinanzeigenzeitungen gesehen. Gerade bei Technik-Produkten(Conrad) ist doch ein gedruckter Preis Schwachsinn. Und der Text : „Tagespreis erfragen“ führte bei mir immer dazu woanders zu gucken.

    Ich glaube:
    Alles was sich digitalisieren lässt wird digitalisiert!!!
    Wer digitalisiert hat keinen Wettbewerbsvorteil. Es ist wie Wasser zuhause zu haben. Wer nicht digitalisiert wird anecken.

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