Konferenz Papierindustrie in Nizza

Naja nicht der Papierindustrie, denn wie ich gelernt habe ist die Papierindustrie deutlich größer als ich gedacht habe. Aber jetzt mal von vorne:

Per E-Mail habe ich eine Anfrage bekommen ob ich interessiert wäre einen Vortrag auf dem Europäischen Verbandstreffen der Zellstoffeinkäufer und Zellstoffverkäufer zu dem Thema Papierlosigkeit zu halten. Natürlich bin ich interessiert ich hab ja schon oft genug meine Ansichten zum Thema Papier hier im Blog kundgetan, warum nicht direkt in der “Höhle des Löwens”.

Das Treffen war netterweise in Nizza und ich wurde eingeladen, samt Flug und Hotel. An dieser Stelle muss ich noch mal erwähnen wie toll die Lufthansa das eTicket gelöst hat. Viel besser geht’s eigentlich nicht.

Tja ich gestehe ich hab mich was Überraschen lassen und die Präsentation selbst ist erst auf der Anfahrt mit der Bahn fertig geworden. Man kann sich vorstellen, dass jemand mit meinen Ansichten die die Existenzgrundlage von vielen der Zuhörer stark in Frage stellt nicht unbedingt freundlich aufgenommen wird.

Ich kann jetzt im nachhinein nicht behaupten das die Leute unfreundlich waren aber mir ist selten bei einem Vortrag schon am Anfang eine so “negative” Stimmung entgegengeschlagen wie dieses mal. 90 Mann (ein paar sehr wenige Frauen darunter) und alle schauen einen kritisch an.

Die Umfrage die mir überlegt habe um ein wenig das Eis zu brechen ging dann auch spontan mal in die Hose. Auf die Frage wer den hier heute noch alles einen Papierkalender benutzen würde gingen ~100% der Hände in die Höhe. Ok, hab ich mir gedacht, die Frage ist vielleicht missverständlich, ich dachte dabei vor allem an das benutzen eines Kalenders während der Arbeit. Also die Frage gleich mal umformuliert: Wer benutzt ausschließlich oder hauptsächlich einen Papierkalender. Es gingen ~60% der Hände hoch.
Damit waren die Fronten klar!

Naja ich bin schon der Meinung das mein Vortrag sehr gute Denkanstöße geboten hat und so einige Leute wachgerüttelt hat. Mein Lieblings Folie war diese: Was passiert wen man den Anschluss verliert zeigt der ehemalige Weltmarktführer Kodak. Der die Wichtigkeit der Digitalkamera falsch eingeschätzt hat.

Auf die Frage wer das nächste Kodak sein möchte gingen wenigstens keine Hände hoch.

Aber auch ich habe gelernt, meinen Vorwurf das für Papier Bäume sterben müssen, wobei ich das nicht wertend gesagt habe, da ich Papier für einen sehr guten Rohstoff halte, hat Stürme der Entrüstung ausgelöst. Was ich bis jetzt nicht wusste, ist dass für 100 Bäume die in Europa gefällt werden, 150 nachgepflanzt werden, so dass der Waldbestand wächst und nicht sinkt. Wobei das meiner Meinung nach nichts zum Thema Umweltfreundlichkeit aussagt und mir immer noch keiner genaue Zahlen vorlegen konnte/wollte.

Aber egal es war eine sehr interessante Erfahrung und anhand der Reaktionen nach meinem Vortrag hab ich gemerkt, dass viele Leute das Gespräch mit mir gesucht haben und wirklich interessante Gespräche entstanden sind. Aber natürlich gab es auch eine unbelehrbare, aber ich bin da ja nicht hingefahren um zu predigen, sondern einfach nur meine Meinung und Einschätzungen kundzutun.

Alles in allem ein interessantes Event aber ich glaube es gibt noch immer genug Teile der Papierlosigkeit, die keine Ahnung haben, was sie erwartet, mal sehen ob noch mehr Einladungen kommen.


Papier Menü im Resturant

Auch im Urlaub frage ich mich oft wo sich Papier vermeiden lässt.

Leider schaffe ich es nicht immer eine Lösung zu finden. In dem Hotel in dem in dem ich meinen Urlaub verbringe liegt jeden morgen das Menü fürs Abendessen auf den Frühstückstischen, damit man seine Auswahl ankreuzen kann.

Mir ist bis jetzt kein sinnvoller Weg eingefallen dieses System zu ändern. Jeden Tisch mit einem Tablet auszustatten, kommt für ein 4 Sterne Hotel nicht unbedingt in Frage, dass würde einfach nicht passen.
Bestellung über eine App? Nicht jeder hat ein Smartphone.

Das ganze zeigt: Es gibt zwar technische Lösungen, die denkbar wären, aber leider wirtschaftlich noch nicht wirklich sinnvoll sind.

Ich bin mir nicht sicher wie lange wir im Restaurant noch Papierkarten benutzen werden, aber ich befürchte, dass es noch länger dauern wird, bis das Papier hier abgelöst wird.

Dabei finde ich das gerade Urlaubsorte von digitalen Karten profitieren könnten. Die Karte hätte immer die passende Sprache, man könnte Bilder einfügen, Hintergrund Informationen zu dem Gericht usw.

Diese Art der Karte ist sicherlich erst einmal für Hochklassige Essenstempel interessant, da sie einen Mehrwert bieten, die das Erlebniss des Speisens verstärkt. Aber bis sich diese Entwicklung “normale” Restaurants erreicht hat, wird es wohl leider noch etwas dauern.

Bis dahin werde ich wohl weiter mein Kreuz auf Papier machen müssen.


Easy Order

Vor ein paar Tagen habe ich ja noch gefragt, wo die iPad Shopping Apps bleiben. Die eigentlich dahinter stehende Frage ist, warum wir in vielen Bereichen des Lebens und Handelns der aktuellen Technik so hinter her hinken. Ein weiteres schönes Beispiel neben “Shopping-Apps” bietet der Bereich der Restaurants.

So habe ich zwar schon vor, gefühlt, einem Jahr gelesen, dass diverse Nobel Restaurants ihre Karte auf iPads präsentieren, samt der Möglichkeit direkt am iPad die Bestellung zu tätigen, aber was neu ist, dass jetzt auch der Fast-Food-Sektor neue Technologien zum bestellen benutz.

Ich hab heute vom Raphael ein Bild zugeschickt bekommen, auf dem der McDonalds im Flughafen München zu sehen ist.

Und auch wenn die Qualität des Fotos etwas zu wünschen übrig lässt, ist doch deutlich zu erkennen, dass es in diesem McDonalds möglich ist die Bestellung an einem “Easy Order” Terminal zu tätigen, zu bezahlen und dann später an einem Pick-Up-Point abzuholen.

Mir persönlich gefällt diese Art zu bestellen deutlich besser, als mit einem oftmals überforderten/unfreundlichen Mitarbeiter zu bestellen. Klar gibt es auch hier ausnahmen und viele Mitarbeiter sind freundlich, aber wenn ich bei McDonalds essen gehe, ist es ja nicht so als ob ich Beratung oder Empfehlungen eines Kellners bräuchte. Ich glaube diese Entwicklung ist gut und wir werden in Zukunft in vielen anderen Bereichen eine ähnliche Entwicklung sehen.

Ich meine es ernst, wenn ich sage, dass wir in einer spannenden Übergangszeit leben.


Live Webcast Papierlos

Über das Papierlose Leben habe ich jetzt im Blog schon viel geschrieben. Auch in diversen Radiosendungen war ich schon zu Gast, aber immer nur für ein paar Minuten.

Morgen ändert sich das und ich werde 1 Stunde lang über das Experiment berichten und noch viel besser, jeder Zuhörer hat die Möglichkeit Fragen zu stellen und wenn ein Interesse besteht, können wir auch gerne eine kleine Diskussion am Ende veranstalten.

 

Das ganze findet im Rahmen des sogenannten TechDayOnline statt, welcher von dem Microsoft Student Partner veranstaltet wird.

Mein Vortrag startet um 13:00 und um daran Teilzunehmen müsst ihr nur drei Schritte durchführen:

  • Ladet Euch unter den Lync Attendee runter und installiert ihn. Der Lync Attendee ist ein Tool, das in Unternehmen mit Microsoft Infrastruktur zur Kommunikation verwendet wird und welcher 100% kostenlos ist und auch keine Registrierung erfordert.
  • Danach klingt ihr nur noch auf diesen Link
  • Als Gast teilnehmen, Namen eintragen und los geht’s!

Insgesamt gibt es 10 Themen bei denen auch noch viele andere, gerade für Studenten, spannenden Themen angegangen werden.

Das Programm:

Start Vortrag
12:00 Excel – Beautytipps – die heißesten Sommerlooks für Deine Tabellen und Arbeitsmappen Schau Dir an, welche Formatierungs- und Gestaltungsmöglichkeiten Excel bietet, welche Inhalte sich einfügen und verbinden lassen, wie man am besten in der Cloud gemeinsam Excel-Dokumente praktisch verwaltet und bearbeitet und finde heraus, ob es mit „Sparklines“ den neuen Lidschattentrend, Rouge mit Glitzerpartikeln, sommerliches Nageldesign oder doch etwas ganz Anderes auf sich hat…?
13:00 Ohne Papier leben mit OneNote, SmartPhone und der Cloud Der Student Partner Mark Kreuzer hat ein Experiment gestartet, drei Monate lang kein Papier zu benutzen. In dieser Session berichtet er davon wie es ist ohne Papier zu leben und wie er mit Hilfe des Programms OneNote seinem SmartPhone und der Cloud geschafft hat zu überleben.
14:00 My3xcel Dein Persönliches Excel. Eigene Funktionen und vieles mehr was aus einem einfachen Excel euer ganz persönliches Excel macht.
15:00 Face Lifting in 30 Minuten Gesichter erkennen und manipulieren. Das neue FaceSDK von Microsoft Research bietet unglaublich viele Möglichkeiten Gesichter zu manipulieren. Wie das alles geht erfährst du in nur 60 Minuten!
16:00 Windows 8 loves XAML Du möchtest für Windows 8 entwickeln? Und dabei noch gewohnte Technologien nutzen? Dann bist du richtig. In diesem Webcast dreht sich alles um Windows 8 in Kombination mit XAML und C#. Von einfachen Windows 8-Grundkonzepten bis hin zu tiefergehenden Techniken ist alles dabei.
17:00 Zu viert gleichzeitig an einer Seminararbeit? Mit Office 365 leider geil! Du musst in der Gruppe auf den letzten Drücker noch eine Seminararbeit und eine Präsentation dazu erstellen? Wäre ziemlich hilfreich, wenn man gleichzeitig an einem Word-Dokument oder einer Präsentation arbeiten könnte, oder? Mit Office 365 ist das möglich. Wir zeigen Dir wie!
18:00 Mein erstes Referat – was tun? Eine Einführung in PowerPoint 2010 Dieser Kurs richtet sich an Anfänger, oder Nutzer von PowerPoint 2010 mit nur geringen Vorkenntnissen. Es wird gezeigt, wie: … man eine Präsentation erstellt und Entwürfe nutzt… mit dem Folienmaster arbeitet… man die Übergänge von Folien gestaltet und Folien animiert… man Abbildungen und SmartArts einfügt. Ziel ist es, dass Zuschauer am Ende eine eigene Vorlage speichern können und Grundlagen haben, wie sie diese Vorlage für ihr Publikum ansichtsfreundlich aufbereiten können.
19:00
Coole Gadgets mit .NET Gadgeteer Du hast eine Idee für neues Produkt oder befindest dich in der Start-Up-Planung? Deine Idee soll schnell und günstig zum Prototypen werden? Dann könnte .NET Gadgeteer die richtige Lösung für dich sein, denn die Kombination aus quelloffener Hardware und dem mächtigen Visual Studio setzen Dir nahezu keine Grenzen! Junior Student Partner Alexander gibt Dir in diesem Workshop eine Einführung in die Plattform und wird einen einfachen Prototypen entwickeln. Anschließend hast du die Möglichkeit, Fragen zu stellen und kommst damit (hoffentlich!) der Realisierung deiner Idee ein Stück näher!
20:00 Windows Live Essentials und SkyDrive – Das Leben einfacher gestalten In diesem Vortrag werden einige der kostenlosen Programme aus der Windows Live Essentials Programmsuite vorgestellt. Du erfährst wie Du die Tools nutzen kannst, um bei der täglichen Arbeit mit dem Computer Zeit zu sparen und Aufgaben effektiv zu erledigen. Egal ob Du gerne Filme bearbeiten möchtest, Deine Fotos organisieren und freigeben willst, Emails versenden willst oder den nächsten Artikel für deinen Blog schreibst, hier erfährst Du, wie diese Dinge ganz einfach zu erledigen sind.
21:00 Metrolution Du denkst bei Metro an die französische U-Bahn und nicht an eine Designsprache? Das hat mehr gemeinsam, als du denkst! Warum du Metro schon lange kennst, warum es auch für dich eine Rolle spielt und was „Die Sendung mit der Maus“ damit zu tun hat.

Falls Ihr noch mehr Info braucht hier der Link zu dem offiziellen Event und falls ihr das ganze in euren Kalender direkt Eintragen wollt ICS-Kalendereintrag und zum nachlesen und teilen alle Infos in einer PDF zusammengefasst.

Welche Vorträge hört ihr euch den auf jeden Fall an und welche auf gar keinen Fall?


Disketten sind wie Papier. Alt!

Wer benutzt heute noch Disketten? Ich glaube Papier und Disketten haben viel mehr gemeinsam als man auf den ersten Blick denken mag.

3,5” Diskette

Ich hab nix gegen Disketten, ich hab auch nix gegen Papier.

Mit beiden “Technologien” habe ich früher gerne “gearbeitet” und gespielt. Aber heute, hat mein Notebook noch nicht mal ein CD Laufwerk, geschweige den ein Disketten Laufwerk. Ich hab überlegt wann ich das letzte Mal wann ich das letzte mal wirklich eine Diskette benutzt habe und es ist bestimmt fünf Jahre her, als ich für eine Software die ich per CD installiert habe, eine Diskette gebraucht habe die den Freischalteschlüssel beinhaltete. Damals bin ich losgezogen um ein USB-Disketten Laufwerk zu besorgen.

Trotzdem begegnet uns das Symbol sehr oft:

Auswahl an Disketten Symbolen

Und jetzt kommt ein Gedanke den Felix Rieseberg, auf der MMT30, in Bezug zu Disketten gesagt hat, den ich aufgreifen will und etwas weiterdenke.

Kinder die heute zur Schule gehen kennen keine Disketten mehr, für sie macht das Symbol einer Diskette keinen Sinn. Es ist für sie unerklärlich und vollkommen unintuitiv warum sie darauf klicken sollten um etwas zu speichern.

Ich denke das Papier ein ganz ähnlicher Weg wie den Disketten blüht.

OneNote ist das beste Beispiel es bedient sich der Symbolik des Papiers damit es für unsere/meine Generation möglichst einfach ist die Umstellung auf “digitales Papier” zu vollziehen, so dass möglichst keiner überfordert wird.

Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werden Kinder wahrscheinlich auch nicht mehr wissen was ein Papiernotizbuch ist, wenn sie ihren Tablet-PC in der Schule benutzen.

PS Wann habt ihr zuletzt eine Diskette benutzt und was glaubt ihr könnte das neue Speichern-Symbol der Zukunft werden? Ich denke dabei an ein Cloud-Symbol


Im Namen des Papierlosen

Zu Pfingsten habe ich die Messe in einer evangelischen Kirche in dem Heimatort meiner Freundin besucht und was ich da gesehen habe hat mich fast aus den Schuhen gehauen.

Ich hab ja schon lange gedacht, dass ein wenig Pep und ein wenig mehr Zeitgeist den Besucherzahlen eines Gottesdienstes zuträglich wären. Ich will mich jetzt auch gar nicht über eine Diskussion über Kirche im allgemeinen und Konfessionen im speziellen ergehen, aber von dem, was ich in der Kirche in Korschenbroich gesehen habe könnte sich die katholische Kirche echt eine Scheibe abschneiden (bitte korrigiert mich wenn ihr so was auch schon mal in einer katholischen Kirche gesehen habt).

Beim betreten der Kirche hab ich die angebotenen Liederbücher erst mal links liegen gelassen und habe den Platz eingenommen. Und als dann das erste Lied angestimmt wurde, begann die Überraschung:

Ein Beamer ging an und der Liedtext wurde nach vorne an die Wand projiziert. Obwohl ich sehr weit hinten saß konnte ich alles sehr gut lesen. Ich bin nicht der beste Sänger, aber ich war so begeistert das ich nicht anders konnte als mitzusingen.

In Anbetracht der Tatsache, dass sich solch große Institutionen naturgemäß nur langsam und schwerfällig ändern bin ich sehr positiv überrascht, dass ich kein Papier mehr in einer Messe brauche.

Homepage der Kirche: EvKiKo


Papierwahl

Gestern war Landtagswahl in NRW und um eins Vorwegzunehmen: Ich war wählen. Die 10€ Strafe habe ich “gerne” bezahlt. Aber warum wählen wir noch mit Papier und Stift und warum nicht mit einem Computer!?

Mein erster Reflex, im Moment, sobald ich Papier sehe ist: ich überlege wie könnte man das ganze auch ohne Papier machen. Die Lösung, einen PC zu benutzen, liegt ja nahe -könnte man denken. Auch der Techniker in mir denkt sich: Wahlen sind natürlich ein heikles Thema, aber wenn man sich da mal nur ordentlich genug dran setzt, dann wird man schon eine sichere und gute Lösung finde.

Nach einer etwas weitergehenden kurzen Recherche zu dem Thema sieht die Welt dann ganz anderes aus:

Das Problem bei einer Wahl mit dem Computer ist, sobald die Stimme abgegeben wurde, gibt es keinerlei Möglichkeit herauszufinden ob die Stimme gezählt wurde. Auch andersrum ist es nicht möglich der Datenbank anzusehen ob alle Stimmen die gezählt wurden wirklich auch echte Wähler waren.Ein heikles Thema und heißes Eisen, denn wenn jmd. eine Möglicheit gefunden hat zu Manipulieren, dann aber auch richtig.

Wir waren in Deutschland sogar schon mal soweit, dass wir mit dem PC wählen konnten, aber aufgrund der o.g. Gründe wurden die Wahlcomputer 2009 vom Bundesverfassungsgericht verboten.

Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle meine erste Buchempfehlung aussprechen, passend zum Thema:

Ein König für Deutschland von Andreas Eschbach (Amazon)

Es ist jetzt was länger her das ich das Buch gelesen habe, aber ich erinner mich das es ein spannendes Buch mit ein paar richtig schönen Lachern war. Kurzusammenfassung: Ein paar Hacker finden ein Backdoor welches die Möglichkeit bietet die Wahlcomputer zu mainpullieren und wollen so aus Protest die Monarchie in Deutschland wieder einführen. Ein wirklich sehr lesenswertes Buch.

Egal wie, irgendwann in der weitereren Zukunft werden wir bestimmt auch einen Weg finden unsere Stimme elektronisch abzugeben, vieleicht mit einer Weiterentwicklung des Wahlverfahrens mit dem lustigen Namen Bingo-Voting

Bis es so weit ist möchte ich noch auf zwei Zitate hinweisen und freue mich eure Meinung zu dem Thema zu hören:

  • „Vertrauen ist gut, Kontrolle nicht möglich.“
    – CCC
  • „Wenn die Leute vom Chaos-Computer-Club gezeigt haben, wie sie einen Wahlcomputer in 60 Sekunden hacken können, dann zeige ich ihnen, dass ich eine Wahlurne mit Stimmzetteln in 30 Sekunden austauschen kann.“
    – Carl-Christian Dressel, stellv. Vors. des Wahlprüfungsausschusses des Bundestags

CeBIT hat ein e-Ticket aus Papier?

Mein ganz persönliches Aschermittwoch Erlebnis hatte ich bei dem einlösen meiner CeBit E-Tickets.

CeBit "e-Ticket"

CeBit "e-Ticket"

Der Screenshot zeigt mein E-Ticket. Ich soll es ausdrucken auf Din A4 und vor Nässe schützen. Ein E-Ticket auf Papier ausdrucken? Weil ich es nicht fassen konnten habe ich direkt den Telefonhörer in die Hand genommen und mal direkt bei dem Besucher Ansprechpartner für den Ticketvorverkauf der CeBit angerufen. In der Hoffnung das es sich um ein tragisches Missverständnis meinerseits handelt. Um es kurz zu machen:

Die freundliche Dame hat mir auch gesagt ich solle das Ticket in ausgedruckter Form mitbringen. Auch auf die Nachfrage ob mein iPhone oder mein iPad (es hat ja fast DIN A4 Größe) mit der PDF drauf nicht reichen würde, wurde mir nochmals gesagt es sei besser es ausgedruckt dabei zu haben.

So viel zum Thema weltweit größte Messe für Informationstechnik.

Das passt natürlich gar nicht in mein Papierlos Experiment. Ich werde es einfach drauf ankommen lassen. So wie das von meinen bisherigen Messe Besuchen war es so, dass das Papier nur unter den Scanner am Drehkreuz gehalten wird, das sollte auch mit einem Display klappen.

Bei mir bleibt nur die Frage: Bin ich der einzige der das Merkwürdig findet?


Einkaufen im Supermarkt – Papierlos

Das Experiment läuft und direkt ist mir was aufgefallen. Ich wette es geht nicht nur mir so. Man geht im Supermarkt einkaufen und bekommt nachdem man bezahlt hat automatisch den Kassenzettel hingelegt.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber in der Vergangenheit habe ich den mal mitgenommen mal hab ich den keines Blickes gewürdigt. Ich hab mir die Frage gestellt: Was ist eigentlich aus all den Kassenzetteln geworden die ich mitgenommen habe? Die Antwort ist: Sie sind alle ohne Ausnahme im Müll gelandet.

Die Regeln des Experimentes verbieten ganz klar das ich so einen Kassenzettel mitnehme. Wie löst man das ganze?

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Ich hab einfach ein Foto von dem Zettel gemacht und ihn direkt über meine OneNote-App hochgeladen und den Zettel wie früher liegengelassen (Cloud bzw. SkyDrive sei dank).

Und was soll ich sagen!? Diese Lösung besticht durch die Einfachheit und ist deutlich effektiver als den Kassenzettel aus Papier zu benutzen. Dadurch das ich die Zettel unmittelbar hochlade, habe ich jetzt die Möglichkeit am Ende des Monates eine Übersicht zu erstellen.
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